18
Mai
2017

D-Jugend Landesmeisterschaft: Show Down in Cottbus

Nachdem der Kreismeistertitel geholt wurde, ging es am 13. Mai 2017 in Cottbus eine Stufe höher, zur Landesmeisterschaft.

 

Gegen 9:00 Uhr traf sich der Adlertross in der Lausitz Arena in Cottbus. Ausgeschlafen und aufgeregt wurden sich die ersten Bälle zugeworfen. Der Trainerstab erweiterte sich zu diesem besonderen Ereignis um einen Betreuer. Damit wurden die Jungs von Trainer Frank Hanisch, Co-Trainer Janek Hesselmann sowie vom zusätzlichen Betreuer, Karsten Bukow (Trainer der CII und CIII), begleitet. Und auch Detlef Döring war als Beobachter mit angereist und unterstützte den Potsdamer-Fanblock.

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Nach der Auslosung der Gruppeneinteilung stand fest, dass wir in der Vierergruppe gegen den Vizemeister aus der eigenen Staffel, Teltow/Ruhlsdorf, und gegen die Kreismeister aus Oranienburg und Cottbus antreten werden. Die Qualifikation fürs Finale bedeutete für die Jungs also harte Arbeit.

 

Nach einer kurzen Eröffnungszeremonie zogen Fans und Spieler aus der Arena in die Nebenhalle um. Die Adler eröffneten das Turnier für die Gruppe eins und trafen als erstes auf die Mannschaft aus Oranienburg. Angepeitscht von den Fans auf den einfachen Holzbänken, legten Franks Jungs gleich so richtig los. Sie ließen von der ersten Sekunde an keinen Zweifel aufkommen, dass sie am Ende im Finale stehen wollen. Der Kreismeister der Staffel B war von der Dynamik der Adler stark beeindruckt. Potsdam zog nach wenigen Minuten mit drei Toren davon. Nach dem dritten Treffer der Oranienburger legten die Potsdamer Jungs in Blau noch eine Schippe drauf und ließen dem Gegner bis kurz vor der Halbzeit gar keine Chance mehr, den Ball einzunetzen, währenddessen sie selbst mit vielen schnellen Kontern insgesamt 12 Mal trafen. (HZ - 12:4) Oranienburg war demoralisiert. Frank wechselte in den zweiten 10 Minuten einige Stammspieler aus. In dieser Konstellation wurde der Vorsprung bis zum Abpfiff um weitere fünf Tore ausgebaut, denn die weiterhin hervorragend funktionierende Deckungsarbeit ließ nur noch ein Tor zu, und die Adler erhöhten auf insgesamt 18 Treffer. (18:5) Die erste Hürde war genommen

 

Nach 30 Minuten Pause ging es weiter gegen unseren Staffelzweiten aus Teltow. Auch in diesem Spiel waren die Jungs wie losgelassen. Sie nutzten jede Gelegenheit zur Ballabnahme, und auch wenn das mal fehlschlug, half der Mitspieler aus, stoppte den Gegner vor dem Tor oder unser Schlussmann glänzte mit einer Parade. Die Adler vernagelten ihr Tor regelrecht. Zur Halbzeit stand es 8:2. Die zweite Halbzeit konnte Teltow, für sich betrachtet, mit sechs Treffern torreicher gestalten, jedoch konnten sich unsere Adler mit einer entschlossenen Angriffsleistung gleich zehn Mal durch die Deckung des Gegners durchtanken und entschieden auch das zweite Spiel des Turniers mit 18:8 für sich.

 

Das nächste Spiel fand in der großen Arena statt. Der Gegner aus Cottbus, der diese Spielstätte sicher schon kannte, zeigte sich davon nicht so beeindruckt wie unsere Adler, deren Aufmerksamkeit in den ersten Minuten des letzten Gruppenspiels etwas eingeschränkt war, was von einem Gegner wie Cottbus gleich hart bestraft wurde. Das erste Mal in diesem Turnier gerieten die Jungs in Rückstand. Die Cottbuser spielten sehr körperbetont und agierten ähnlich schnell, sodass die Fans ein Spiel zweier ebenbürtiger Mannschaften sahen. Nach einem 2-Tore-Rückstand erkannten unsere Jungs den Ernst der Lage. Sie bekamen jetzt die beiden Cottbuser Shooter mehr und mehr unter Kontrolle und spielten ihre Angriffe vorn sauber aus. Über den Ausgleich 3:3 konnten sie sogar auf ein 4:3 erhöhen. Doch der letzte, direkte Freiwurf zum Ende der ersten Halbzeit wurde von einem Cottbuser Spieler geschickt über den Block platziert und glitt unserem überraschten Schlussmann zum 4:4 durch die Hände. Nun waren die Potsdamer Fans gefragt, die ihrer Mannschaft Sicherheit von den Seitenrängen geben wollten. Ob dies der ausschlaggebende Punkt war, oder ob die Anweisungen des Trainers in der Spielpause die Wende brachten, ist nicht zu klären, ganz sicher war beides sehr hilfreich. Denn unsere Jungs legten jetzt wieder richtig los und. setzten sich mit drei Toren zum 8:5 ab. Der Gastgeber wollte sich aber nicht so einfach geschlagen geben, tänzelte noch zweimal an unserer Deckung vorbei und verkürzte auf 9:7. Es wäre sogar noch der Anschlusstreffer möglich gewesen. Das ließ unser Hüter des Eckigen aber nicht zu, was seine Feldspieler soweit motivierte, dass sie durch saubere Kombinationen noch zweimal den Ball versenkten. Mit einem 10:7 stand der 1. VfL Potsdam dann als Gruppensieger fest.

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Nach der Mittagspause und dem ersten Halbfinale, aus dem, wie im Vorfeld schon spekuliert wurde, die Mannschaft aus Cottbus als erster Finalteilnehmer hervorging, startete um 14:00 Uhr unser Halbfinale gegen den Gruppenzweiten, die Mannschaft aus Neuruppin. Dieses Mal gab es keine Anfangsschwierigkeiten. Konsequent und früh wurde der Gegner im Angriff gestört, wodurch die Adler immer wieder in Ballbesitz kamen, ohne dass der Kontrahent zum Torwurf vorstoßen konnte. Neuruppin fand kein probates Mittel, um die Potsdamer Angreifer zu stoppen. Nach dem Seitenwechsel gab Frank seinen Stammspielern eine Verschnaufpause und wechselte immer wieder unsere jüngeren Adler ein. Somit konnten alle Spieler ihre Erfahrungen in einem so großen Turnier sammeln und zusammen als Mannschaft das Halbfinale mit einem 18:7 als Sieger beenden.

 

Um 15:30 Uhr waren die Plätze 3 bis 7 ausgespielt. Das große Finale stand an: Potsdam vs. Cottbus - die Zweite. Die Trommeln waren bereit, und die Schlachtrufe saßen. Cottbus geriet sofort in Rückstand. Potsdam traf von jeder Position. Ob von außen durch einen schönen "no-look-Pass" oder von der Mitte durch ein perfektes Kreuzen mit einer entsprechenden Sperre oder durch ein "Eins gegen Eins". Cottbus konnte sich auf keinen Spieler fixieren, weil jeder torgefährlich war. Und auch der Siebenmeter prallte am Schlussmann der Adler einfach ab. Zur Halbzeit stand es 10:5.

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Auch die zweite Halbzeit konnten die Cottbuser nicht für sich entscheiden. Die eingewechselten Adler der zweiten Reihe standen ebenfalls ihren Mann und ließen nur noch 6 Tore zu, während der Cottbuser Torwart den Ball noch 7 Mal aus dem Netz holen musste. Um 15:53 Uhr, bei einem Stand von 17:11, hielt es niemanden mehr auf seinem Sitz. Die Potsdam Adler des 1.VfL holten sich mit fünf Siegen in fünf Spielen die Landesmeisterschaft 2017.

 

Nach der offiziellen Ehrung und dem standesgemäßen Fotoshooting bedankten sich die Jungs unter standing ovations mit einer perfekt einstudierten Choreo bei den Fans und sonnten sich ein letztes Mal im verdienten Blitzlichtgewitter. ;-)

 

Nach diesem Erfolg geht es nun am 17. und 18. Juni auf Stufe drei, zur Ost-Deutschen-Meisterschaft nach Dessau. Dafür wünschen wir den Jungs und den Trainern viel Erfolg. Ihr habt es euch verdient.

 

Spieler: David (TW), Lennart (TW), Nicholas, Felix S., Max, Marc, Felix M., Jacob, Fedor, Ludwig, Johannes, Luca, Luis, Laurin

 

Trainer: Frank Hanisch und Janek Hesselmann

 

Zusätzlicher Betreuer: Karsten Bukow

 

Fotos: Jan Kirchmeyer

Bericht: Marek Bleicher (Papa von Luca)