29
November
2018

B 4: Ein Rückblick auf die Hinrunde oder die 5 Lehren der ersten 5 Spiele

B4 Hinrunde_1

Die Hinrunde der vierten B-Jugend des 1. VfL Potsdam wurde am 24. November gegen 11:30 Uhr mit einem (fast) ungefährdeten 24:14 Sieg gegen die Jungs aus Teltow-Ruhlsdorf beendet. Damit „überwintern“ die Jungadler auf dem zweiten Tabellenplatz, bevor es am 08. Dezember zum letzten Saisonspiel 2018 in der heimischen KSF-Arena gegen Wusterwitz geht. Im Folgenden wollen wir einen Rückblick auf die Leistung der Mannschaft in den ersten 5 Saisonspielen unter dem neuen Trainer (mir) werfen.

 

 

 

1.      Auswärtsspiel gegen Wusterwitz am 22.09.2018

Frei nach dem Motto: „Ein Punkt ist besser als kein Punkt – Teil 1“

Das erste Saisonspiel muss wohl wie ein erstes Saisonspiel verlaufen sein. So genau kann ich das nicht sagen, da ich meiner Pflicht als Spieler der 2. A-Jugend nachgegangen bin und nicht anwesend war. Wohlüberlegt übergab ich also mein Amt als Coach für dieses Spiel an VfL-Urgestein und Kulttrainer Checo Hanisch. Trotz dessen, dass meine Jungs damit wohl den erfahrensten Trainer in den Reihen des Breitensports auf der Bank sitzen hatten, verspielten sie in 4 Minuten einen 4 Tore – Vorsprung. Dementsprechend betrübt berichteten sie mir das dann auch in unserem, wie gewohnt, sehr intensiven Dienstag-Trainings. Der darauffolgende Slogan: „Ein Punkt ist immer noch besser als kein Punkt!“, sollte zum Spruch der nächsten zwei Spiele werden.

Rückblick: Der erste verlorene Punkt.

 

2.      Heimspiel gegen Dahlewitz am 06.10.2018

Frei nach dem Motto: „Aus Fehlern lernt man“

Erstes Heimspiel der Saison 2018/19 sollte sich an den unglücklichen Verlauf des ersten Spieles anknüpfen. Erste Panik im Trainerstab (der wie gewohnt nur aus Startrainer Tillman bestand) brach bereits knapp eine Stunde vor Beginn des Spieles aus. Dadurch, dass ich neu im Trainerwesen war, besitze ich natürlich keinen Schlüssel für die Schränke in meinem zweiten Zuhause, der KSF-Arena. Nach dem Dennis ausgeholfen und die Schränke der Verdammnis aufgeschlossen hatte, konnten die durstigen Schiedsrichter auch endlich ihre Getränke genießen. Scheinbar übertrug sich diese Panik auch auf das Kampfgericht, wodurch Dewi postwendend zur Ballspielhalle fuhr und dadurch seinen Einsatz verpasste. Auch das Spiel verlief nicht ganz nach Plan. Eine hohe Führung, die innerhalb der ersten paar Minuten herausgespielt wurde, wurde ebenso schnell wieder verspielt. Von da an entwickelt sich ein Spiel auf Augenhöhe, welches erst in der letzten Minute entschieden wurde. Cedric, mit einer Zwei-Minuten-Strafe auf der Bank, stand kurz vor Ablauf eben dieser und bereit zum Wiedereintritt in das Spielgeschehen. Leider hatte der Trainer, also ich, scheinbar einen Knick in der Optik und schickte übereifrig und aufgeregt den Spieler wieder auf das Feld. Allerdings 6 Sekunden zu früh, was mir Theo aus der B3, am Kampfgerichtstisch mit einer enttäuschten Miene mitteilte. Als wäre der Spieltag nun nicht schon ein kompletter Reinfall, entschied sich Erik „el Capitano“ kurzerhand seinem Ärger Luft zu machen und den sich im Sprung befindenden Dahlewitzer Spieler mit einem Bodycheck den, mehr oder weniger, sauberen Boden der KSF-Arena näher zu bringen. Belohnt wurde diese Aktion mit einer blauen Karte. Also voller Erfolg. Dementsprechend verloren die Helden dieser Geschichte ihr ersten Heimspiel mit 22:24, durch einen Aussetzer ihres Strategen an der Seite.

Rückblick: Eine erste bittere Niederlage in meiner Laufbahn als Trainer, die mich lange beschäftigte.

 

3.      Auswärtsspiel gegen Falkensee am 14.10.2018

Frei nach dem Motto: „Ein Punkt ist besser als kein Punkt – Teil 2“

Um 12:00 Uhr war Treffpunkt in Falkensee und man hatte das erste und bis jetzt einzige Mal keine volle Bank, sondern lediglich 2 Auswechselspieler. Das sollte jedoch nicht das Problem werden. Die Stimmung war diesmal im Gegensatz zu dem Spiel die Woche zuvor gut. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass auswärts gespielt wurde und sich daher nicht um Kampfgericht und Aufbau gekümmert werden musste. Auch die Schiedsrichter waren diesmal bekannte Gesichter, in Persona vom Teltower Coach Robert und Partner. Also ging man fröhlich gelaunt in die Partie. Ähnlich wie gegen Dahlewitz fing man stark an, um im Verlauf der ersten Halbzeit ebenso stark nachzulassen. Vielleicht war das viele intensive und kräftezehrende Training zu hart, denn man hielt sich nicht an die Vorgaben von Taktikfuchs Tillman, sondern spielte den Ball munter von links nach rechts. Lediglich Valle „The Wall“ hielt sich an die Worte seines Trainers: „halte mal die Bälle, die auf dein Tor fliegen“. Allerdings steckte man nicht ab und hielt mit, wenn man nicht sogar das Fünkchen besser war. Aber wer sich nicht belohnt, kann nicht gewinnen. So kam es, wie kommen musste und man machte 10 Sekunden vor Schluss das 20:19, um im Gegenzug 2 Sekunden vor Schluss durch übermütiges Stürzen, das 20:20 eingeschenkt zu bekommen. Auch noch als Panna an Valle, was 10 Liegestütze bedeutete. Nach den aufmunternden Worten des Coaches, hingen die Köpfe zwar nicht mehr bis zum Boden, aber von Rückenschmerzen blieben unsere Jungspunde trotzdem nicht verschont. Aber hey, ein Punkt ist immer noch besser als kein Punkt.

 

Rückblick: Der nächste verschenkte Sieg dieser Saison, durch Inkonsequenz in der Deckung und zu wenig Ideen im Angriff.

 

4.      Heimspiel gegen Brandenburg am 10.11.2018

Frei nach dem Motto: „Der Dewi-Effekt“

„Wiedersehen macht Freude“ waren die ersten Gedanken, die an diesem Sonntag - „Morgen“ um 11 Uhr in der heimischen KSF-Arena durch die Köpfe der 14 Spieler + Leitwolf Tillman gingen. Dewi hatte sich von der B3 getrennt und beschlossen, sich der 4. B-Jugend (Das beste kommt zum Schluss) anzuschließen. Damit war nicht nur Er sondern auch Busenfreund Joshi wieder glücklich. Zudem hat el Capitano seine Strafe abgesessen und konnte die Mannschaft wieder voll unterstützen. Diese Euphorie übertrug sich auf die Mannschaft und so startete man, zur Verwunderung des Trainerstabs, erst auf Augenhöhe, ehe man beim Stand von 4:4 einen 7:0-Lauf startete. Und das, obwohl die Abwehr wieder nicht ganz optimal stand. Allerdings verzweifelten die Brandenburger Gäste entweder am erneut starken Valle „The Wall“ oder am Block („Wusste noch gar nicht, dass wir sowas haben.“ – Tillman, nach dem Spiel). So kam es, wie es kommen musste und der bis dahin ungeschlagene Tabellenführer wurde mit 35:24 zurück nach Hause geschickt. Trotz des Ersten Erfolges, herrschte zeitweise Unmut auf der mit den üblichen Stars besetzten Bank. Zum Leid der beiden Außen, Crazy und Julius, konnten nicht alle Stars eingesetzt werden. Dafür wurde umso mehr gejubelt, als Günni, „halb Mensch, halb Maschine“, seinen Roboterarm ausfuhr und zweimal den Gästekeeper deklassierte. Nachdem mit dem Schlusssignal der erste Saisonsieg besiegelt war, konnten die Emotionen kaum in Zaum gehalten werden. 3 Sekunden pure Freude und das provisorische Bedanken bei den zahlreich angereisten Fans reichte der Mannschaft aber auch aus. Man muss sich ja schließlich auf das nächste Spiel konzentrieren. In der anschließenden, wie gewohnt ausführlichen, Auswertung in der Kabine, behauptet Neuling, Rookie und Dachs Dewi stolz, dass: „wir gewonnen haben, weil ich wieder zurück bin.“ Um die Euphorie nicht zu bremsen, wurde das Spiel unter dem „Dewi-Effekt“ abgehakt, in der Hoffnung, dass sich die Siegesserie ausbauen lässt.

Rückblick: Der erste Sieg und auch noch gegen den, bis dahin ungeschlagenen, Tabellenführer. Glückwunsch, aber an der Leistung werde ich euch jetzt messen.

 

5.      Auswärtsspiel gegen Teltow am 24.11.2018

Frei nach dem Motto: „Günn dir doch.“

Das letzte Spiel der Hinrunde zwang die mutigen und müden Helden noch einmal in aller Früh (9 Uhr) ins ferne Stahnsdorf, um die B-Jugend der dort herrschenden Teltower zu bezwingen. Scheinbar so viel zu früh, dass der 4-Mann Tross um Trainerass Tillman, el Capitano, Stenzeleinchen und Joshi glatt 10 Minuten zu spät eintraf. Damit waren so gut wie alle anwesend, lediglich Moritz wartete noch bis in die frühen Morgenstunden vor der Halle am Stern auf seine Mitfahrgelegenheit. Nichtsdestotrotz fingen die Jungadler mit einer kräftigen Erwärmung an, ehe Dewi, von seinen nächtlichen Aktivitäten gezeichnet, 15 Minuten später in der Halle eintraf. Damit war die Bank wieder komplett gefüllt. Es folgte eine, wie immer, sehr lange und inhaltsreiche Motivationsrede von Coach Tillman. Das führte jedoch dazu, dass das Kampfgericht derart erschüttert wirkte und das Spiel erst mit 20 Minuten Verspätung beginnen konnte. Mit Spielbeginn zeigten sich die, sich auf einem Höhenflug befindenden, Potsdamer Jungspunde erneut konzentriert und legten einen 1:6 Lauf hin. Angetrieben von „el Loco“ Crazy, der überraschender Weise gleich 2 Mal das gegnerische Tor traf. Sehr zum Verblüffen des eigenen Trainers und der zahlreich (und ich meine wirklich zahlreich) erschienen Fans, hielten die Jungs ihre Konzentration bis zum Pausenpfiff hoch und so stand ein 12:6, aus Sicht der Potsdamer, auf der feindlichen Anzeigetafel. Es folgte eine erneute konstruktive Motivationsrede von Tillman und die Jungs wurden leicht verändert in die zweite Hälfte geworfen. Scheinbar zufrieden mit dem derzeitigen Ergebnis, legten sich die Potsdamer Akteure auf die faule Haut und konnten mehr mit Glück als Verstand den 6-Tore Vorsprung halten. Nach einigen taktischen Anweisungen und, auf Drängen der auf der Bank sitzenden Spieler, personellen Umstellungen, bauten die Jungs ihren Vorsprung innerhalb von 4-Minuten auf 10 Tore aus. Mission erfüllt! Nun konnte munter gewechselt werden, um die sich kaum wehrenden Teltower noch bei Laune zu halten. So ergab sich die Situation, dass Fan- und Mannschaftsliebling Günni, „halb Mensch, halb Maschine“, auf seiner Lieblingsposition (Linksaußen) frei zum Wurf kam. „Günn dir!“, als Anlehnung an den jugendlichen Ausruf „Gönn dir!“, waren die Zurufe der Wechselspieler samt Tillman. Jedoch sollten die, schon in voller Euphorie getränkten und auf der Bank stehenden, Bankwärmer enttäuscht werden, als der sonst so sichere Schütze das Ding mit 300 Sachen an die Latte knallte. „Wir wollen die Teltower ja nicht mental zermürben“ lautete seine Ausrede nach dem verworfenen Ball. Am Ende stand ein 24:14, aus Potsdamer Sicht, fest. Die Fans stellten, zum eigenen Verblüffen, fest, dass ihre Kinder, Freunde, Verwandten und Idole doch Handball spielen können. Trotz dessen war der Jupp Heynkes des Handballs nicht mit dem Spiel zufrieden. „Die Abwehr war stärker als gegen Brandenburg, aber allgemein seid ihr zu schwach im Angriff.“

Rückblick: Ein erneuter ungefährdeter Sieg öffnet Pforten und Tore für eine hoffnungsvolle Rückrunde. Aber lasst euch davon nicht beeinflussen und spielt weiter euer Ding!

 

So beenden wir die Hinrunde auf dem zweiten Platz, ehe am 08.12. die Rückrunde beginnt. Zudem haben wir innerhalb von zwei Spielen unser Torverhältnis von -2 auf +19 gedreht.

 

Bitte nehmt nicht alles, was in diesem „Bericht“ steht so sehr wörtlich. Die Jungs wissen, denk ich, etwas damit anzufangen.

 

Gez. Tillman

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Ihnen interessenorientierte Informationen und Werbung anbieten zu können sowie die Nutzung unserer Website zu analysieren. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise und erfahren Sie dort, wie Sie Ihre Cookie-Einstellungen ändern können. Durch die Nutzung der Webseite akzeptieren und bestätigen Sie die Verwendung von Cookies. [weitere Informationen…]